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Castello di Rampolla, S. Lucia in Faulle


Alceo di Napoli war ein weltgewandter Mann und wie viele Mitglieder des italienischen Adels mit den großen Weinen Frankreichs gut vertraut. Di Napoli war ein großer Verehrer von Cabernet Sauvignon und schon in den 70er Jahren wurde sie neben der Sangiovese die wichtigste Rebsorte auf Rampolla. Selbst im Chianti Classico findet sich ein kleiner Anteil Cabernet Sauvignon. Das gibt dem ansonsten betörend süffigen Sangiovese-Wein ein stabiles Tannin-Rückrat und eine schöne Würze. Klare, reife Kirsch- und Johannisbeeraromen bestimmen die Nase und den Gaumen, durchzogen von einem feinen Säurenerv. Ein klassischer Chianti Classico.

Seinen vorerst edelsten Ausdruck erhielt die französische Edelrebe im Sammarco, der im Jahr 1980 erstmals abgefüllt wurde; ein Super-Tuscan aus Cabernet Sauvignon mit einem kleinen Anteil Sangiovese und Merlot. Die Rebsorten werden getrennt vinifiziert und erst zur Lagerung im Stahltank und Barrique assembliert. Ein Wein mit einem facettenreichen Duft nach roten Beeren, Paprika und Leder und einem herzhaften Geschmack. Das Tannin ist samtig und komplex.

Doch di Napoli gab sich damit nicht zufrieden. In den 80er Jahren begann er eine Reihe von terrassierten, perfekt nach Süden ausgerichteten Weinberge sehr dicht mit ausgewählten Cabernet Sauvignon-Klonen und einem kleinen Anteil Petit Verdot zu bepflanzen. Im Jahr 1996 ernteten seine Kinder, Luca und Maurizia, daraus die Trauben für einen außergewöhnlichen Wein. Die Wahl des Names fiel leicht: La Vigna d’ Alceo, Alceos Weinberg – ein würdiger Tribut an einen Mann mit großen Visionen und einer großen Leidenschaft.
 

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